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Nachkriegsspiele und Zonenliga

Nachfolgende Beschreibungen (Auszüge) sind aus der Sonderschrift - FFC 1945 bis 1956 - entnommen:

Die ersten Gehversuche

Allmählich wurde die Besatzungsmacht für den Sport etwas zugänglicher und schließlich wurde die Genehmigung ersteilt, den Fußballsport in Freiburg wieder aufzunehmen.

Es war der Wille der Besatzungsmacht, alles was uns an Tradition band und gebunden hatte, in uns und um uns auszulöschen.
Versammlungen durften zunächst nicht stattfinden. Der Name FFC, weil mit Tradition verbunden, mußte verschwinden. Als neuer Name wurde bewußt "Fortuna Freiburg" gewählt, weil in diesem neuen Namen wenigstens ein Teil der alten, liebgewordenen Initialen "FF" enthalten war.

Saison 1945/46 - Oberliga West


Ende Januar 1946 wurden die Rundenspiele wieder aufgenommen. Die Oberliga West umfaßte die Vereine Fortuna Freiburg, VfL Freiburg (der ehemalige SC Freiburg hatte diesen Namen angenommen), ASV Freiburg, Blau-Weiß Freiburg, Emmendingen, Lahr, Offenburg, Baden-Baden und Rastatt. Es war also zunächst eine Notlösung.Die Nordbadischen Vereine fielen durch die Zonengrenze aus und auch Südbaden mußte spieltechnisch noch einmal geteilt werden. In der Staffel Ost waren die Vereine des Schwarzwaldes und des Bodenseegebiets zusammengefaßt.

Wenn in diesem Zusammenhang von damals zu lesen war, daß die Meisterschaftsspiele nur wenig Höhepunkte brachten, so braucht man sich darüber keineswegs zu wundern. Einmal war es ein ganz neues Beginnen, zum anderen muß man sich immer wieder die Rationssätze vor Augen halten, die dem Normalverbraucher damals zugestanden wurden. Daß man mit dieser Unterernährung fördernden Quantität keine Bäume ausreißen konnte, versteht sich von selbst. Nur die "Kompensations-Zusätze" hielten die Kraft aufrecht. Die Fortuna führte zunächst die Tabelle an, dann folgte ein 1:1 gegen Emmendingen, eine 1:2-Niederlage in Rastatt und eine spielerische Krise im April druch ein 1:1 gegen Rastatt in Freiburg und ein 1:2 gegen den Lokalrivalen VfL Freiburg weitere Punktverluste. Am Ende der 16 Spiele standen Rastatt und Fortuna Freiburg mit je 26 Punkten an der Spitze, so daß ein Entscheidungsspiel notwendig wurde.
Am 30. Juni 1946 standen sich die beiden Mannschaften in Offenburg gegenüber, Rastatt behielt mit 1:0 die Oberhand. In einem "zeitgenössischen" Bericht war darüber zu lesen: "Damit kam die beständigste und die auch körperlich wohl in bester Verfassung befindliche Mannschaft (ein Umstand, der in der Jetztzeit von ausschlaggebender Bedeutung ist) zu den ersten badischen Meisterehren nach dem Kriege."


Abschlußtabelle:
 

Platz Mannschaft Sp. Tore D Punkte
1. Fortuna Rastatt 16 51-26 25 26-6
2. Fortuna Freiburg 16 72-15 57 26-6
3. VfL Freiburg 16 44-26 18 22-10
4. Sportfreunde Lahr 16 36-29 7 17-15
5. Spvgg. Offenburg 16 33-31 2 14-18
6. SV Emmendingen 16 26-37 -11 12-20
7. ASV Freiburg 16 33-67 -34 12-20
8. SC Baden-Baden 16 30-51 -21   8-24
9. Blau-Weiß Freiburg 16 21-64 -43   7-25

Entscheidungsspiel um die Mesierschaft der Oberliga West am 30.06.1946 in Offenburg:

Fortuna Rastatt - Fortuna Freiburg  1:0

Endspiel um die badische Meisterschaft:

Fortuna Rastatt - VfL Konstanz  5:0   (Konstanz war Meister der Oberliga Ost)


Saison 1946/47 - Oberliga West

Im Oktober begannen die Pokalspiele um einen von der Militärregierung gestifteten "Pokal von Baden." St. Georgen bei Freiburg wurde von der Fortuna mit 4:2 aus dem Rennen geworfen, gegen Herbolzheim hieß das Ergebnis 11:2, Müllheim wurde mit 6:1 ausgebootet und Waldshut mit 9:0 geschlagen. Dann kam das Lokalspiel gegen den VfL Freiburg, der damals über eine sehr beachtliche Spielstärke verfügte, die dann auch die Fortuna mit einer 1:4-Niederlage anerkennen mußte. Diese Niederlage sollte aber wenige Wochen später noch von großer Bedeutung werden.

Zonenliga zunächst ohne Fortuna

Nachdem nun im Fußball ein einigermaßen geregelter, wenn auch unter Schwierigkeiten durchführbarer Spielverkehr wieder aufgebaut war, nahm die Entwicklung unter Berücksichtigung der gegebenen Verhältnisse doch einen raschen Fortschritt.
Im Dezember 1946 fand in Freiburg eine zweitägige Zonen-Sportkonferenz statt, an der auch der Sportreferent der Militärregierung teilnahm. Das Ziel dieser Konferenz war, ein Gegenstück zur süddeutschen Oberliga (die im Bereich der amerikanischen Zone lag) zu schaffen, wobei man sich allerdings von vornherein darüber im Klaren war, daß man die Spielstärke jener Oberliga nicht erreichen würde und daß man diese Zonenliga auch nicht in einer Gruppe über die ganze französische Zone spielen lassen könnte. Dazu waren die Verkehrsverhältnisse doch noch zu problematisch, auch wenn die Militärregierung ihre Unterstützung in dieser Frage zusagte.

Man kam schließlich überein, die Zonenliga in zwei Staffeln - Nord und Süd - aufzuteilen und die jeweiligen Staffelsieger den Zonenmeister ausspielen zu lassen. Der Nordzone gehörten die bekannten Vereine des heutigen Südwestdeutschen Verbandsgebietes an, während die Südzone von Vereinen Südbadens und Südwürttembergs gebildet wurde.

Man hatte es sehr eilig mit der Zonenliga. Mitte Dezember wurde sie beschlossen, im Januar 1947 sollten die Rundenspiele beginnen und noch vor der Sommerpause abgeschlossen sein. Es war also keine Zeit mehr vorhanden, in langen Ausscheidungsspielen die besten der vier auf Südbaden entfallenen Mannschaften zu ermitteln. Während man in Südwürttemberg einfach die letzte Meisterschaftstabelle heranzog und die vier ersten in die neue Zonenliga abordnete, waren in Südbaden die Ergebnisse der Pokalspiele entscheidend; die letzten vier dieser Pokalrunde bildeten den südbadischen Anteil der Zonenliga.
Damit war für die Fortuna zunächst keine Möglichkeit gegeben, sich in diese Liga einzureihen. Das 1:4 gegen den VfL Freiburg machte einen Strich durch die Rechnung.

Brav und bieder wurde nach dem Ausscheiden aus dem Pokalwettbewerb in die Verbandsspiele der Oberliga, Staffel West, eingetreten mit dem Ziel, im kommenden Jahr zur Zonenliga zu stoßen.


Ergebnisse:
 

Vorrunde
Blau-Weiß Freiburg - Fortuna Freiburg 1-7
SV Emmendingen - Fortuna Freiburg 1-6
ASV Freiburg - Fortuna Freiburg 3-5
Sportfreunde Lahr - Fortuna Freiburg 1-0
Fortuna Freiburg - SC Baden-Baden 5-2
Fortuna Freiburg - SC Riegel 4-1
Spvgg Ottenau - Fortuna Freiburg 0-1
Fortuna Freiburg - SV Oberkirch 5-1
Rückrunde
Fortuna Freiburg - Blau-Weiß Freiburg 2-0
Fortuna Freiburg - SV Emmendingen 9-1
Fortuna Freiburg - ASV Freiburg 5-0
Fortuna Freiburg - Sportfreunde Lahr 1-1
SC Baden Baden - Fortuna Freiburg 2-0
SC Riegel - Fortuna Freiburg 0-4
Fortuna Freiburg - Spvgg. Ottenau 3-2
SV Oberkirch - Fortuna Freiburg 1-5

Abschlußtabelle:
 

Platz Mannschaft Sp. Tore D Punkte
1. Freiburger FC 16 62-17 45 27-5
2. Sportfreunde Lahr 16 49-18 31 26-6
3. SC Baden Baden 16 55-21 34 22-10
4. Spvgg. Ottenau  (N) 16 48-33 15 19-13
5. SV Emmendingen 16 43-39 10 16-16
6. ASV Freiburg 16 41-37 4 16-16
7. Blau-Weiß Freiburg 16 28-46 -18 11-21
8. SV Oberkirch  (N) 16 23-73 -50   5-27
9. SC Riegel  (N) 16 15-80 -65   2-30

In diesem Spieljahr wurden also nur fünf Punkte abgegeben, so daß die Staffelmeisterschaft gesichert war. In der Staffel Ost stand Singen an der Spitze, in der Staffel Süd war Rheinfelden Sieger geworden. Bereits im Frühjahr 1947 war bekannt geworden, daß in die Zonenliga-Süd vier Vereine, zwei aus Südbaden und zwei aus Südwürttemberg, aufsteigen würden. Aus den drei Staffelsiegern war also nicht nur der Meister zu ermitteln, sondern auch die beiden Aufsteiger in die Zonenliga.

Entscheidungsspiele um Meisterschaft und Aufstieg:

Rheinfelden - Fortuna Freiburg  1:1
Fortuna Freiburg - Rheinfelden  3:2

Fortuna Freiburg - Singen  4:2
Singen - Fortuna Freiburg  1:4

Damit errang Fortuna Freiburg die Südbadische Meisterschaft und stieg in die Zonenliga auf.


Saison 1947/48 - Zonenliga Süd

In der neuen Umgebung

Die am 14. September 1947 begonnene Runde in der Zonenliga begann für die Fortuna zwar sehr verheißungsvoll, aber im Laufe des Spieljahres mußten die Mannen im roten Dreß erkennen, daß der Widerstand doch bedeutend stärker war, als in der Oberliga. Dazu kam, daß mit "Holzkochern" oder sonstigen nicht immer ganz zuverlässigen Fahrzeugen für die damaligen Begriffe sehr weite Reisen zu unternehmen waren. Die Verpflegung war noch nicht viel besser geworden, die Hauptnahrungsmittel wie Fett, Brot, Fleisch usw. meldeten nach wie vor "Fehlanzeige." Unter diesen Aspekten hielt sich die Mannschaft in der neuen Umgebung überraschend gut. In diese Zeit fällt auch ein Unfall, den die Mannschaft im November 1947 auf der Rückfahrt von Singen erlitten hat, wobei besonders Rudi Bantle erheblich verletzt wurde. Da auch verschiedene andere Spieler unter den Folgen des Unfalls zu leiden hatten, wurde die Mannschaft für vier Wochen von den Pflichtspielen befreit.


Ergebnisse:
 

Vorrunde
Fortuna Freiburg - SSV Reutlingen 5-0
VfL Schwenningen - Fortuna Freiburg 3-2
Fortuna Freiburg - Fortuna Rastatt 1-1
VfL Konstanz - Fortuna Freiburg 0-2
Fortuna Freiburg - Olympia Laupheim 8-0
SV Trossingen - Fortuna Freiburg 0-1
Fortuna Freiburg - SV Biberach 1-1
SG Friedrichshafen - Fortuna Freiburg 0-1
VfL Freiburg - Fortuna Freiburg 1-1
Eintracht Singen - Fortuna Freiburg 4-0
Fortuna Freiburg SV Offenburg 4-0
Rückrunde
SSV Reutlingen - Fortuna Freiburg 3-0
Fortuna Freiburg - VfL Schwenningen 1-0
Fortuna Rastatt - Fortuna Freiburg 1-1
Fortuna Freiburg - VfL Konstanz 2-2
Olympia Laupheim - Fortuna Freiburg 2-3
Fortuna Freiburg - SV Trossingen 0-0
SV Biberach - Fortuna Freiburg 3-1
Fortuna Freiburg - SG Friedrichshafen 1-6
Fortuna Freiburg - VfL Freiburg 2-0
Fortuna Freiburg - Eintracht Singen 0-3
SV Offenburg Fortuna Freiburg 2-2

Abschlußtabelle:
 

Platz Mannschaft Sp. Tore D Punkte
1. Fortuna Rastatt 22 53-19 34 33-11
2. SV Offenburg 22 47-25 22 32-12
3. Eintracht Singen 22 44-21 23 27-17
4. VfL Konstanz 22 40-30 10 25-19
5. Fortuna Freiburg 22 39-32 7 25-19
6. VfL Schwenningen 22 41-34 7 24-20
7. SSV Reutlingen 22 38-37 1 23-21
8. SG Friedrichshafen 22 39-37 2 21-23
9. VfL Freiburg 22 30-31 -1 21-23
10. SV Biberach 22 32-43 -11 16-28
11. SV Trossingen 22 15-46 -31 10-34
12. Olympia Laupheim 22 14-77 -63   7-37


Saison 1948/49 - Zonenliga Süd

Nachdem zur "Halbzeit" noch der SV Rastatt die Tabelle vor Villingen und Tübingen angeführt hatte, während die Fortuna auf dem vierten Platz zu finden war, änderte sich in der Rückrunde die Situation insofern, als die Fortunen nur ein Spiel verloren und damit zu dem ebenfalls nach vorne gekommenen SV Tübingen aufgeschlossen. Beide Mannschaften standen schließlich am Ende der Spielzeit punktgleich an der Tabellenspitze, so daß ein Entscheidungsspiel notwendig geworden war. Am 8. Mai 1949 traf man sich auf dem neutralen Schwenningner Platz, um den Südzonenmeister zu ermitteln. Das 5:0-Ergebnis gegen den SV Tübingen war klar und eindeutig. Damit hatte sich Fortuna für das Endspiel um die Meisterschaft der gesamten französischen Zone qualifiziert.
Der Gegner war kein Geringerer als der 1. FC Kaiserslautern, der erneut in der Nordzone zur Meisterschaft gekommen war. Das Vorspiel in Kaiserslautern am 14. Mai 1949 war mit 4:0 eine klare Sache für den späteren mehrfachen Deutschen Fußballmeister. Das Rückspiel in Freiburg ist noch in bester Erinnerung, es war ein erster Höhepunkt in der Nachkriegsgeschichte des Freiburger FC, der damals noch immer unter der Flagge der Fortuna segelte. Einen Tag vor diesem Spiel am 22. Mai war das Sonntags-fahrverbot für Kraftfahrzeuge aufgehoben worden. Diese Maßnahme kam dem Besuch des Spieles in weitesten Maße zugute.
Mit 18 000 Zuschauern war das FFC-Stadion - damals noch in seiner alten Form, also ohne ausgebaute Stehränge und mit der kleineren Tribüne - bis auf den letzten Platz besetzt. Jedes verfügbare Plätzchen wurde ausgenutzt und selbst die Aschenbahn wurde zum Zuschauerrang. Diese Masse bedeutete einen Rekord, der auch bis zum Abschluß der Spiele in der zweiten Süddeutschen Liga nie mehr erreicht worden ist.

Spielerisch wurde gegen den großen Gegner ein hohes Niveau erreicht und wer denkt nicht noch heute an jene zwei Strafstöße, die Liechty aus 20 und 30 Meter Entfernung ins Lauterer Tor donnerte, nachdem er vorher schon durch Kopfball einen Treffer erzielt hatte. Aber die drei Tore reichten nicht zu einem Sieg aus, sie blieben nur die Hälfte der Trefferzahl der Pfälzer Gäste, die sich mit 6:3 eindeutig den Titel sicherten.

Damit war die Zonenmeisterschaft an den 1. FC Kaiserslautern gefallen, aber die Fortunen hatten noch eine Chance, bei dem damaligen Modus in die Endspiele um die Deutsche Meisterschaft zu kommen, nachdem die französische Zone zwei Mannschaften stellen durfte.
Die Regelung sah vor, daß der Verlierer im Meisterschaftsspiel, also in diesem Falle die Fortuna, gegen den Gewinner des Ausscheidungsspieles der beiden Zweiten - Wormatia Worms und SV Tübingen - noch einmal eine Qualifikationsmöglichkeit hatte. Wormatia Worms hatte Tübingen ausgeschaltet, aber auch die Fortunen mußten am 29. Mai 1949 in Rastatt die Überlegenheit des Nordzonen-Zweiten anerkennen, der einen glatten 3:0-Sieg erkämpfte.


Ergebnisse:
 

Vorrunde
SG Friedrichshafen - Fortuna Freiburg 1-2
Fortuna Freiburg - ASV Villingen 1-1
SV Tübingen - Fortuna Freiburg 2-0
Fortuna Freiburg - SV Offenburg 2-0
SV Biberach - Fortuna Freiburg 2-3
Fortuna Freiburg - VfL Freiburg 2-2
Eintracht Singen - Fortuna Freiburg 2-2
Fortuna Freiburg - Fortuna Rastatt 9-1
VfL Schwenningen - Fortuna Freiburg 2-0
Fortuna Freiburg - SSV Reutlingen 1-2
Fortuna Freiburg VfL Konstanz 1-0
Rückrunde
Fortuna Freiburg - SG Friedrichshafen 4-2
ASV Villingen - Fortuna Freiburg 0-2
Fortuna Freiburg - SV Tübingen 2-2
SV Offenburg - Fortuna Freiburg 0-1
Fortuna Freiburg - SV Biberach 3-0
VfL Freiburg - Fortuna Freiburg 0-1
Fortuna Freiburg - Eintracht Singen 1-0
Fortuna Rastatt - Fortuna Freiburg 3-4
Fortuna Freiburg - VfL Schwenningen 5-0
SSV Reutlingen - Fortuna Freiburg 2-2
VfL Konstanz Fortuna Freiburg 4-1

Abschlußtabelle:
 

Platz Mannschaft Sp. Tore D Punkte
1. SV Tübingen 22 48-25 23 31-13
2. Fortuna Freiburg 22 49-28 21 31-13
3. ASV Villingen 22 37-28 9 26-18
4. Eintracht Singen 22 34-22 12 24-20
5. Fortuna Rastatt 22 53-54 -1 23-21
6. SSV Reutlingen 22 34-26 8 22-22
7. VfL Schwenningen 22 31-40 -9 21-23
8. VfL Konstanz 22 40-37 3 20-24
9. VfL Freiburg 22 31-39 -8 20-24
10. SG Friedrichshafen 22 40-51 -11 20-24
11. SV Biberach 22 32-52 -20 16-28
12. SV Offenburg 22 26-53 -27 10-34

Entscheidungsspiel um die Süd-Zonenmeisterschaft: 

08. Mai 1949           Fortuna Freiburg - SV Tübingen   5:0  (Austragungsort: Schwenningen)      Spielszene

Entscheidungsspiele um die Zonenmeisterschaft:  

14. Mai 1949  1. FC Kaiserslautern - Fortuna Freiburg  4:0  Spielbericht
22. Mai 1949 Fortuna Freiburg - 1. FC Kaiserslautern  3:6  Spielbericht

Qualifikationsspiel zur Teilnahme an den Ausscheidungsspielen zur Deutschen Meisterschaft:

29. Mai 1949          Wormatia Worms - Fortuna Freiburg  3:0  (Austragungsort: Rastatt)


Saison 1949/50 - Zonenliga Süd

Das letzte Jahr Zonenliga - Wieder Freiburger FC

Die Vorrunde wurde noch unter dem Zeichen der Fortuna begonnen, aber ehe sie sich dem Ende zugeneigt hatte, war durch einstimmigen Vorstandsbeschluß am 21. November 1949 die Flagge des Freiburger FC wieder aufgezogen worden.

Während der Rückrunde gab es zwei Spielabbrüche. Den ersten in Freiburg gegen Reutlingen, als der Reutlinger Spieler Feuerlein einem Platzverweis durch den Schiedsrichter nicht Folge leistete. Das Spiel stand 1:0 für den FFC, die Punkte wurden ihm dann zugesprochen. Der zweite Abbruch war auf äußere Umstände zurückzuführen; in Friedrichshafen gebot ein Dauerregen dem Spiel Einhalt und als es zur Pause 1:1 stand, machte der Spielleiter vorzeitig Schluß. Friedrichshafen verzichtete am Ende der Spielzeit auf eine Wiederholung, so daß auch hier der FFC die Punkte buchen konnte.

Die Oberliga "verspielt"

Für die Südzone war die Marschrichtung gegeben. Nach Verbandsbeschluß durften zwei Vertreter aus der Süddeutschen Zonenliga in die Süddeutsche Oberliga einziehen. Als erster stand der Meister SSV Reutlingen fest. Um den zweiten Platz mußten Qualifikationsspiele zwischen den vier Nächstplazierten entscheiden. Da Tübingen von vornherein verzichtet hatte, blieben also der Freiburger FC, der FC Singen und der VfL Konstanz übrig.
Am 14. Juni 1950 begannen nun die Ausscheidungsspiele für die Süddeutsche Oberliga. Zunächst schlug der VfL Konstanz den FC Singen mit 2:1 und wenige Tage später unterlag der VfL Konstanz mit 0:3 dem Freiburger FC. Die Entscheidung mußte also das letzte Spiel zwischen dem Freiburger FC und Singen bringen. Wie gegen Konstanz war auch dieses mal Schwenningen der Schauplatz dieses großen Kampfes, zu dem der Freiburger FC einen großen Anhang mitgebracht hatte. Aber statt des erhofften Einzuges in die oberste süddeutsche Spielklasse gab es eine bittere Enttäuschung. Mit 0:3 blieben die Freiburger im geschlagenen Feld und damit hatte Singen das bessere Torverhältnis erreicht, das es zum Aufstieg in die Oberliga qualifizierte.

Damit war eine zweite Entwicklungsphase nach dem Kriege abgeschlossen. Sie hat gezeigt, daß sich der Freiburger FC aus den bescheidenen Anfängen heraus wieder zu einer sehr beachtlichen Spielstärke entwickelt hatte, die ihn in die Nähe der der damaligen Spitzenmannschaften in Süddeutschland heranführte. Es sollen dabei jene nicht vergessen werden, die diesen steinigen Weg auf sich nahmen.

In den beiden Entscheidungsspielen in Schwenningen waren eingesetzt:

Stöcklin, Ketterer, Burgert, Seiter, Dehner, Scherer, Reich, Bantle, Flöhl, Wehrle, Schaletzki, Kopp.

In den frühreren Jahren gehörten ferner zur Mannschaft:

Liechty, Erich-Walter Wernet, Karl Keller, Rösselmeier, Carli, Zeltner, Dold Fösel, Braun, Hans Büchner.

Dieser Stamm alter und neu hinzugkommener Spieler hatte sich in wechselvollem Auf und Ab durch die einzelnen Etappen des Wiederaufbaus hindurchgekämpft und stand nun am Eingang in eine neue Fußballwelt.


Ergebnisse:
 

Vorrunde
Fortuna Freiburg - ASV Villingen 4-2
SV Kuppenheim - Fortuna Freiburg 5-2
Fortuna Freiburg - SG Friedrichshafen 5-0
SSV Reutlingen - Fortuna Freiburg 2-1
Fortuna Freiburg - SV Offenburg 3-0
VfL Schwenningen - Fortuna Freiburg 2-3
Fortuna Freiburg - Eintracht Singen 0-2
VfL Freiburg - Fortuna Freiburg 1-1
Fortuna Freiburg - SV Hechingen 3-2
Fortuna Rastatt - Fortuna Freiburg 0-0
SV Trossingen - Freiburger FC 1-1
Freiburger FC - Sportfreunde Lahr 1-0
VfL Konstanz - Freiburger FC 2-2
FV Ebingen - Freiburger FC 2-2
Freiburger FC - SV Tübingen 5-0
Rückrunde
FC Villingen 08 - Freiburger FC 5-2
Freiburger FC - SV Kuppenheim 7-0
VfB Friedrichshafen - Freiburger FC 1-1  (Spiel abgebrochen, Urteil: Sieg für FFC)
Freiburger FC - SSV Reutlingen 1-0  (Spiel abgebrochen, Urteil: Sieg für FFC)
FV Offenburg - Freiburger FC 2-1
Freiburger FC - VfR Schwenningen 2-1
FC Singen 04 - Freiburger FC 0-0
Freiburger FC - SC Freiburg 3-0  Spielbericht
SV Hechingen - Freiburger FC 1-5
Freiburger FC - FC Rastatt 04 0-0
Freiburger FC - SV Trossingen 1-0
Lahrer FV - Freiburger FC 2-2
Freiburger FC - VfL Konstanz 2-1
Freiburger FC - FV Ebingen 2-0
SV Tübingen - Freiburger FC 2-0


Abschlußtabelle:
 

Platz Mannschaft Sp. Tore D Punkte
1. SSV Reutlingen 30 74-33 41 46-14
2. SV Tübingen 30 67-36 31 41-19
3. FC Singen 04 30 63-34 29 41-19
4. Freiburger FC 30 61-35 26 40-20
5. VfL Konstanz 30 66-38 28 36-24
6. SV Kuppenheim 30 66-62 4 36-24
7. FV Ebingen 30 46-39 7 34-26
8. FC Rastatt 04 30 59-48 11 33-27
9. FC Villingen 08 30 60-57 3 29-31
10. Lahrer FV 30 47-55 -8 27-33
11. Offenburger FV 30 37-54 -17 27-33
12. SC Freiburg 30 52-63 -11 24-36
13. VfR Schwenningen 30 53-67 -14 21-39
14. VfB Friedrichshafen 30 35-64 -29 21-39
15. SV Trossingen 30 48-63 -15 18-42
16. SV Hechingen 30 27-113 -86   6-54

Qualifikationsspiele um den Aufstieg in die Oberliga Süd

VfL Konstanz - FC Singen 04  2-1
Freiburger FC - VfL Konstanz  3-0   (Austragungsort: Schwenningen)
FC Singen 04 - Freiburger FC  3-0   (Austragungsort: Schwenningen)

Damit war der FC Singen 04 für die Oberliga Süd qualifiziert.


Weiter zur nächsten Saison (1950/51)

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